Ein wertvolles Stück Lebensqualität
Ausgangslage:
Die Nahversorgung ist landesweit unter Druck, vor allem aber für die finanzschwachen Gemeinden ein Problem: es gibt immer weniger Dorfläden, Gasthäuser, Postämter usw.. Neben der wirtschaftlichen Dimension (Verlust von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen, Verlust von Einnahmen durch Kommunalsteuer) ist es vor allem die soziale Dimension, die den Gemeinden zu schaffen macht: Verlust von Treffpunkten und Kommunikationsräumen, wo das Miteinander gelernt und gelebt werden kann; Entwicklung zur Schlafgemeinde; Isolation und Vereinsamung von Menschen, die nicht so mobil sind (Alte, Kinder, Kranke, Behinderte…). Bisherige Bemühungen (wie z.B. Raumplanung/Flächenwidmung, Wirtschaftsförderung und/oder Bewusstseinsbildung) haben das Problem nicht gelöst, sondern bestenfalls die Entwicklung verlangsamt. Wirkliche Antworten auf diese Herausforderung wurden bislang nicht gefunden.
Zielsetzung:
Auf Initiative der Bürgermeister von 15 Gemeinden sollen nun die verschiedenen Akteure (Gemeinden, Landesverwaltung, Handel, Wirtschaftskammer, aber auch regionale Produzenten) eine Art Lerngemeinschaft bilden, um gemeinsam nach neuen Strategien zu suchen, um Handlungsoptionen für die verschiedenen Ebenen herauszuarbeiten und um sich bei der Umsetzung von Maßnahmen gegenseitig besser abzustimmen.
Wirkungs- und Leistungsziele:
Output (Leistung): Entwicklung einer Strategie samt dazugehörigem Umsetzungsmodell zur nachhaltigen Sicherung der Lebensqualität und Nahversorgung für Land, Gemeinden und Handel.
Impact (bei der Zielgruppe): Ein gemeinsamer Lern- und Koordinationsprozess aller beteiligten Akteure, in dessen Rahmen ein umfassendes Bild der Situation und von Handlungsoptionen herausgearbeitet wird, und in dem jede/r seinen/ihren Platz in der Umsetzung findet.
Gesellschaftlicher Outcome:
Wesentlicher Beitrag zur nachhaltigen Sicherung der dörflichen Lebensqualität und Nahversorgung.
Mögliche Wirkungskennzahlen:
- Anzahl der teilnehmenden Gemeinden
- Anzahl der involvierten Partner und Organisationen
- Strategie entwickelt? J/N
- Maßnahmenprogramm entwickelt? J/N
- Budget bewilligt? Höhe?
- Anzahl und Wirkung der umgesetzten Projekte
- Zufriedenheit der beteiligten Akteure